Im Herbst finden folgende Seminare statt


1) Information von seitens der KUVB Bayern mit Brandschutzhelferausbildung in Marklkofen

2) EH und RFK in Neufahrn

3) Workshop Sauna in Neufahrn oder Unterschleissheim


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Schwimmbad-Fachverband e.V. – 2-Tages-Seminar Retten und Hilfe leisten

Schwimmbad-Fachverband hielt Fortbildung ab

Steinberg (ez). Die richtige Qualifizierung des Personals steht eins zu eins für die Qualität in den Betrieben – vor allem in den Badebetrieben kann dies lebensrettend sein. Daher hat der Schwimmbad-Fachverband e.V. (SFV) zum 2-Tages-Seminar nach Steinberg eingeladen, wo neben der theoretischen Fortbildung vor allem auch der praktische Teil mit der Überprüfung der Rettungsfähigkeit im Vordergrund standen.

Regionalleiter für den Bereich Niederbayern – Ottmar Maly – begrüßte hierzu die 39 Teilnehmer aus Riedenburg, Essenbach, Marklkofen, Eging am See, Reisbach, Eichendorf, Zapfendorf, Arnstorf, Hohenthann, Eggenfelden, Gangkofen, Straubing, Bogen, Pilsting, Giengen, Unterschleißheim, Sulzbach-Rosenberg und Landau a.d. Isar im Gasthaus Baumgartner. Seinen besonderen Gruß richtete er an den Vorsitzenden des SFV Karl-Heinz Gansler, an Regionalausbilder Josef Zitzelsberger, Präsidiumsmitglied Werner Epple, an den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes Erholung Mittleres Vilstal Dr. Franz Gassner sowie an zweiten Bürgermeister aus Marklkofen Martin Kieswimmer. Bereits seit 15 Jahren werde das Seminar in Steinberg abgehalten und zählt schon zu einer festen Größe.

Dr. Franz Gassner sowie Martin Kieswimmer gingen auf die Wichtigkeit der Fortbildungen im Bereich der Sicherheit und Rettungsfähigkeit ein. Der Zweckverband Erholung Mittleres Vilstal, dem die Gemeinden Marklkofen, Frontenhausen und Reisbach sowie der Landkreis Dingolfing-Landau als Träger angehören, sind dankbar, dass man vor Ort das schöne Bad haben dürfe. In 2018 feiert man das 40-jährige Bestehen und bringe es mit verschiedenen Renovierungsmaßnahmen wieder auf den aktuellen Stand der Zeit. In Steinberg habe man ein sehr schönes Bad, hier gebühre vor allem Ottmar Maly großer Dank, der sich besonders einbringt. Sie dankten den Fachkräften, die aus allen Ecken Bayerns angereist waren, für ihre Bereitschaft, sich weiterzubilden und damit die Sicherheit der Badegäste gewährleisten.

Nachdem Karl-Heinz Gansler auf aktuelle Änderungen in den Gesetzen und Vorschriften einging, war es Regionalausbilder Josef Zitzelsberger, der die Teilnehmer im theoretischen Teil unterwies. Eine Aufsichtsperson müsse zur Erhaltung seiner Sachkunde eine fortlaufende Schulung in den Sicherheitsverfahren und in seiner persönlichen Leistungsfähigkeit erhalten, dabei ist dies in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Bei allen organisatorischen Maßnahmen, die beim Badebetrieb anfallen, ist die Sicherheit der Badegäste das entscheidende Kriterium. Hierzu braucht es entsprechend geschulte Aufsichtskräfte und vor allem Fachkräfte. Es werde unterschieden zwischen der Betriebsaufsicht – also der Funktionsfähigkeit des Bades – sowie der Wasseraufsicht. Im Kurs wurden beide Punkte besprochen. Der Schwerpunkt aber lag an den beiden Tagen beim Erste-Hilfe-Training mit HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) und Frühdefibrillation, einer Atemschutzunterweisung sowie einer praktischen Rettungsübung im Reisbacher Hallenbad.

Josef Zitzelsberger, der selber Schwimmbadmeister im Freibad Arnstorf ist, ging auf die rechtlichen Grundlagen der Ersten-Hilfe-Leistung ein und auch wann von unterlassener Hilfeleistung gesprochen wird. Die Rettungskette bestehe aus Sofort-Maßnahmen, Notruf, Erste Hilfe, Rettungsdienst und Krankenhaus – alle Glieder müssen hier ineinander greifen und routiniert abgearbeitet werden können. Die Sofortmaßnahmen lassen sich gut mit „Erkennen – Überlagen – Handeln“ umschreiben und umfassen vor allem auch die Erstversorgung. Entsprechende Übungen im Bereich der Ersten Hilfe hat man in Theorie und Praxis geübt, wie Wunden verbinden, Stabile Seitenlage und Betreuung. Wichtig sei das Erkennen von lebensbedrohlichen Zuständen und den richtigen Umgang damit. Vor allem die Herz-Lungen-Wiederbelebung müsse in „Fleisch und Blut“ übergehen – Unterschiede bei der Behandlung von Erwachsenen und Kindern wurden erläutert. Dabei kamen auch die Grundsätze der Früh-Defibrillation sowie die Anwendung des Automatisch-Externen-Defibrillators (AED) zur Sprache und wurde von allen Teilnehmern intensiv geübt. Im Badebetrieb könne es zu Unfällen mit Chlor kommen, auch hier müsse die Fachkraft die einzelnen Schritte souverän abarbeiten können.

Eine entsprechende Unterweisung im Bereich Atemschutz schloss sich an, ein Thema das vor allem beim Wechseln der Chlorflaschen zum Tragen komme.

Im Praxisteil wurden sämtliche Schritte von den Teilnehmern geübt, Fragen bearbeitet und umfassendes Wissen getauscht. Im Reisbacher Hallenbad ging es schließlich „ins Wasser“, denn dem Ganzen folgte eine abschließende Prüfung, wo das Wissen in die Praxis umgesetzt wurde. Vor allem die Überprüfung der Rettungsfähigkeit in Dienstkleidung mit dem Sprung vom Beckenrand, dem Anschwimmen und Heraufholen der zu rettenden Person und das „Abschleppen“ zum Beckenrand kamen hier zum Tragen. Mit dem Hebegriff war die Person aus dem Wasser zu retten, ein diagnostischer Block schloss sich an. Die Wiederbelebung, Beatmung und die Anwendung des Defi folgten. Am Ende erhielten die Teilnehmer ein Zertifikat des SFV überreicht, das als Nachweis für den Arbeitgeber gilt Auch zwei Mitarbeiterinnen aus dem Kindergarten „Haus für Kinder Steinberg“ waren vor Ort. Sie bildeten sich ebenfalls im Bereich Erste Hilfe und Rettung fort, um einen möglichen Schwimmbadbesuch mit den Kindern zu ermöglichen.


Artikel "Retter üben den Ernstfall"



Artikel "Eine Neue fürs Freibad"





Die Teilnehmer mit den Verantwortlichen des Schwimmbadfachverbandes sowie Dr. Franz Gassner und Martin Kieswimmer



Die Erste-Hilfe-Ausbildung erfolgte in Theorie und Praxis



Im Reisbacher Hallenbad wurde die Rettungsfähigkeit geprüft



Mit dem entsprechenden Hebegriff werden die Personen aus dem Wasser gerettet



Mit dem Rautegriff wird die Person vorsichtig vom Beckenrand weggebracht



Nach der Lösung aus der Halsumklammerung heißt es „Abschleppen“


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